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Neue Arbeitsgruppe startet am B CUBE

Igor Zlotnikov startet mit neuer Arbeitsgruppe für Multi-scale Analysis am B CUBE

Am 1. Juli startet am ZIK B CUBE eine neue Forschungsgruppe für Multi-scale Analysis unter der Leitung von Igor Zlotnikov. Der Aufbau der Arbeitsgruppe wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für fünf Jahre gefördert. Die neue Arbeitsgruppe erforscht den Einfluss interner Grenzflächen auf die Entstehung und Funktion von biologischen Geweben. Hierzu nutzt Zlotnikov vor allem marine Schalen, wie zum Beispiel die Große Steckmuschel (Pinna nobilis), eine der größten Muschelarten weltweit, als biologisches Modelsystem. Er untersucht aber auch Glas-Skelettnadeln (Spicula) mariner Schwämme, wie die gigantischen Spicula des Tiefsee-Glasschwamms Monorhaphis chuni.

Die Forschungsarbeiten basieren auf der Etablierung thermodynamischer und mechanischer Modelle, welche den Einfluss interner Grenzflächen auf die morphologische Regulation und dem mechanischen Verhalten mineralisierter Gewebe beschreiben. "Durch die Erkenntnisse aus unseren Forschungsarbeiten können wir tiefere Einblicke in verschiedene Fachgebiete ermöglichen, von globalen Aspekten der Geowissenschaften bis hin zu speziellen Nischen in der Biologie, Chemie und in den Materialwissenschaften", sagt Zlotnikov. "Die geplanten Forschungsarbeiten werden, u.a. durch die Entwicklung von nanomechanischen Charaketerisierungstechniken, neue Konzepte für das Design intelligenter Verbundmaterialien liefern, die in Wissenschaft und Industrie eingesetzt werden können."

Der in der Ukraine geborene Igor Zlotnikov hat am Technion - Israel Institute of Technology in Haifa Materialwissenschaften und Physik studiert. Seit 2009 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam tätig.

Weitere Informationen zur Zlotnikov Arbeitsgruppe finden Sie hier

 

Abbildung: Zwei Arten von Mikroskleren extrahiert aus den Hornkieselschwämmen Geodia cydonium.

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