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Studieren in der Zeit der Pandemie

Am 13. März, kurz vor Beginn des neuen Semesters, wurden die Gebäude des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) aufgrund eines COVID-19-Falles geschlossen. Die TU Dresden aktivierte kurz danach, am 21. März, ihren Notfallbetrieb. Trotzdem wurde der Unterricht am CMCB fortgeführt. 

"Niemand wusste zunächst, wie das Sommersemester ablaufen wird. Wird es abgesagt? Können wir nach Hause fahren? Wie können wir die Lebenshaltungskosten decken, wenn das Studium verlängert wird", sagt Catherine Cortés, die studentische Koordinatorin für Qualitätssicherung (QS) für den Masterstudiengang Regenerative Biology and Medicine.

Nachdem die TU Dresden grünes Licht für die Fernlehre gegeben hatte, mussten sich die Studierenden und Lehrkräfte an die neue Realität anpassen - eine mit virtuellen Vorlesungen, Voice-over-Präsentationen und Online-Konsultationen. "Die ersten Wochen vergingen damit, dass wir uns mit der Videokonferenz-Technik vertraut machten und uns an einen Zeitplan für das Studieren zu Hause gewöhnten. Aber am Ende muss ich sagen, dass es eine erstaunliche E-Learning-Erfahrung war", sagt Archana Sivaraman, die studentische Koordinatorin für QS für den Masterstudiengang Molecular Bioengineering.

Das bedeutet nicht, dass es keine Herausforderungen gab, ganz im Gegenteil! Viele Studenten entschieden sich, nach Hause zurückzufahren. Einige sind nach Hamburg oder Rostock zurückgezogen, andere an noch weiter entfernte Orte wie Indien oder Russland. Das hieß, die Lehre über viele Zeitzonen zu koordinieren.

"Die Vorlesungen haben eigentlich ziemlich gut geklappt. Die Tutorials waren allerdings eine Herausforderung. Es war ziemlich schwierig, sie so interaktiv zu gestalten, wie sie normalerweise vor Ort sind. Bei den Laborkursen konzentrierten wir uns hauptsächlich auf die Datenanalyse. Das war besonders anspruchsvoll, da wir die Daten vorher nicht während der eigentlichen Laborarbeit gesammelt hatten", erklärt Ieva Austeja Jakaityte, die studentische Koordinatorin für QS für den Masterstudiengang Nanobiophysics.

Laborarbeit - die größte Herausforderung von allen? Die drei Masterstudiengänge sind mit praktischer Laborarbeit gefüllt. Hinzu kommt, dass die Studierenden des Studiengangs Regenerative Biology and Medicine jedes Semester ein Laborpraktikum absolvieren. Obwohl die Institute nach acht Wochen wieder geöffnet wurden, gab es immer noch Einschränkungen für das Arbeiten im Labor. Einige Studenten entschieden sich, die Laborpraktika in ihren Heimatländern durchzuführen. Andere begannen später als üblich und beschlossen, den Sommer über weiterzuarbeiten.

"Dies war tatsächlich ein ganz besonderes Semester mit einigen Herausforderungen für die Studierenden und Dozenten", sagte Prof. Dr. Marius Ader, Studiendekan des CMCB. "Mit der großartigen Unterstützung des CMCB Lehre Teams ist es uns gelungen, die Vorlesungen und Laborrotationen für die Studierenden zu sichern, wobei alle ein hohes Maß an Flexibilität und Verständnis zeigten!“

Das erste Online-Semester geht zu Ende. Die Studierenden werden ihre verbleibenden Prüfungen bis Ende September schreiben. Das Lehrteam des CMCB bereitet sich schon jetzt auf das Wintersemester vor. Es wird voraussichtlich ein Hybrid-Semester sein, mit einer Mischung aus Online- und regulärem Unterricht und - natürlich - einer Reihe neuer Herausforderungen, die es zu überwinden gibt.

© Magdalena Gonciarz

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