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DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ihre finanzielle Unterstützung für die Forschergruppe „Nanopatterned Organic Matrices in Biological Silica Mineralization“ (Nanomee, www.nanomee.de) unter Federführung der TU Dresden für drei Jahre verlängert. Die bereits von 2014 bis 2016 zusammenarbeitende interdisziplinäre Forschergruppe konnte die Gutachter von ihrer erfolgreichen Projektarbeit überzeugen.

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Kieselalgen (in der Fachsprache Diatomeen genannt). Diese einzelligen, eukaryotischen Mikroorganismen kommen in allen wässrigen Lebensräumen vor und gehören zu den wichtigsten biologischen Primärproduzenten in den Weltmeeren. Das wohl beeindruckendste Merkmal der Kieselalgen sind die ungewöhnlichen Strukturen ihrer Zellwände.

Die Forschergruppe „Nanomee“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die Biomolekül-gesteuerten, im Nano- und Mikromaßstab ablaufenden Prozesse zu verstehen, die es den Kieselalgen ermöglichen, artspezifische Silicastrukturen zu erzeugen. In der vorangehenden Förderperiode hat die Forschergruppe Durchbrüche bei der Entdeckung neuer Biosilica bildender Proteine, der Lokalisation von Proteinen mittels höchstauflösender Fluoreszenzmikroskopie sowie der Assoziation Silica bildender organischer Komponenten mit Biomembranen erzielt. Die neuen Erkenntnisse, haben eine Vielzahl weiterer Fragen zum Mechanismus biologischer Silica-Bildung aufgeworfen, die in der nächsten Förderperiode beantwortet werden sollen.

Prof. Nils Kröger (B CUBE, TU Dresden) und Prof. Eike Brunner (Bioanalytische Chemie, TU Dresden) agieren auch weiterhin als Sprecher bzw. Co-Sprecher des Konsortiums. Unter anderem ist auch Dr. Michael Schlierf vom B CUBE an dem Forschungsverbund beteiligt. Die Forscher erhalten in der neuen dreijährigen Förderperiode insgesamt ca. 2,1 Millionen Euro.

Link zur vollständigen Pressemitteilung.

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme der Biosilica-Struktur der Kieselalge Cyclotella cryptica (Aufnahme: Damian Pawolski, B CUBE, TU Dresden).

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