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DyNAbind: schneller zum richtigen Medikament

B CUBE erhält umfangreiche EXIST-Forschungstransfer Förderung

In der aktuellen Auswahlrunde des Förderprogramms EXIST-Forschungstransfer haben gleich zwei Gründungsprojekte der Technischen Universität Dresden die Expertenjury überzeugt. Die Gründungsteams DyNABind und Cera2Heat erhalten in den kommenden zwei Jahren insgesamt rund 1,5 Million Euro. Damit können die Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse und Prototypen in marktreife Produkte weiterentwickeln. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert auf diese Weise herausragende technologieorientierte und wissensbasierte Gründungsvorhaben. Mit den beiden Zusagen zählt die TU Dresden zu den erfolgreichsten Antragstellern bundesweit.

Das Team von DyNAbind will die frühe Phase der Medikamentenentwicklung erheblich beschleunigen und damit die Kosten senken. Bei der Suche nach neuen Wirkstoffkandidaten möchten Michael Thompson, Francesco Reddavide,  Dr. Jana Herrmann und Dr. Norbert Höfgen dazu beitragen, die „Nadel im Heuhaufen“ schneller zu finden. Bislang wird in aufwändigen Screening-Verfahren mit großen Roboteranlagen quasi jeder „Halm im Heu“ einzeln analysiert. DyNAbind macht sich stattdessen die Technologie der sogenannten DNA-kodierten chemischen Molekülbibliotheken zu Nutze. Mit der kann die Nadel wie mit einem Magneten aus den Heuhaufen isoliert werden.

Die Grundlagen hierfür legte das internationale Gründerteam am ZIK B CUBE - Center for Molecular Bioengineering an der TU Dresden. In der Forschungsgruppe um Yixin Zhang hat es wichtige Methoden für die noch junge Technologie entwickelt. Die Anschubfinanzierung ermöglicht es, die Technologie für die kommerzielle Anwendung einsatzreif zu machen und den Unternehmensstart vorzubereiten.

Umfassende Unterstützung fand das Gründerteam bereits im Vorfeld bei dresden|exists. Das Gründungsnetzwerk der Dresdner Hochschulen und Forschungseinrichtungen begleitet seit dem Start des EXIST-Programms 2008 Wissenschaftler bei der Beantragung und gehört deutschlandweit zu den Top 10 der erfolgreichsten Antragsteller. „Mit den neuen, verbesserten Konditionen des Programms sind die Einreichungen mit 87 noch einmal deutlich gestiegen. Wir freuen uns daher besonders, dass zwei der 26 ausgewählten Vorhaben von der TU Dresden kommen“, erklärt Dr. Frank Pankotsch, Geschäftsführer von dresden|exists.

 

Das Team um Michael Thompson arbeitet an der Verbesserung einer Technologie zur Auffindung von Wirkstoffkandidaten für die Entwicklung neuer Medikamente. Dabei ist es möglich geeignete Kandidaten aus einer großen Molekülsammlung wie eine Nadel aus einem Heuhaufen mit einem Magneten zu isolierten. Dank der einzigartigen DNA-Markierung eines jeden Moleküls können die selektierten Moleküle im Nachgang identifiziert werden.

Link zur Pressemitteilung der TU Dresden

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